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Burkina Faso: Politisches Porträt

08.08.2022 - Artikel

Nach dem Zusammenbruch des 27-jährigen Regimes des ehemaligen Präsidenten Compaoré wurde in Burkina Faso im Jahr 2015 erstmals nach 1980 ein demokratisch legitimiertes System etabliert. Im Januar 2022 kam es zu einem Militärputsch, bei dem die gewählte Regierung von Staatspräsident Kaboré abgesetzt wurde. Die amtierende Militärregierung hat im März 2022 eine 36-monatige Transitionsphase angekündigt, an deren Ende Neuwahlen stehen sollen. Am 3. Juli 2022 einigte sich die Militärregierung mit ECOWAS auf eine verkürzte Transitionsdauer von 24 Monaten. Die nächsten Wahlen sollen im Juli 2024 stattfinden.

Die Bevölkerung ist ethnisch und religiös divers. Wie die anderen Länder der Sahel-Region ist Burkina Faso von Terrorismus, hohem Bevölkerungswachstum, Klimawandel, Armut und Ernährungsunsicherheit betroffen. Die innenpolitische Lage ist seit Mitte 2018 durch eine deutliche Verschlechterung der Sicherheit im Norden und Osten, sowie zunehmend im Westen und Südwesten des Landes gekennzeichnet, wo wiederholte Anschläge von islamistischen Gruppen das traditionell friedliche Zusammenleben zwischen den Gruppen belasten. Die prekäre Sicherheitslage hat zu einer rasant wachsenden Zahl von etwa 2Mio. Binnenvertriebenen und zur größten humanitären Notlage seit Bestehen des Landes geführt. Die Folgen des Klimawandels bereiten der mehrheitlich auf dem Land und von der Subsistenzwirtschaft lebenden Bevölkerung große Probleme und führen zu Flucht und Migration.

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